Pflanzengesundheit··3 Min. Lesezeit

5 Anzeichen, dass du zu viel gießt (und was du dagegen tust)

Weit mehr Zimmerpflanzen sterben durch zu viel Fürsorge als durch Vernachlässigung. Zu häufiges Gießen lässt die Wurzeln regelrecht ersticken: Staunasse Erde enthält kaum Sauerstoff, die Wurzeln beginnen zu faulen, und ein geschädigtes Wurzelsystem kann kein Wasser mehr aufnehmen, obwohl die Erde völlig durchnässt ist. Deshalb sehen die Symptome von Überwässerung so oft wie Wassermangel aus.

1. Die unteren Blätter werden gelb

Ältere Blätter verfärben sich gleichmäßig gelb und fallen schon bei leichter Berührung ab. Ein einzelnes gelbes Blatt hin und wieder ist ein normaler Alterungsprozess. Werden jedoch mehrere untere Blätter gleichzeitig gelb und ist die Erde noch feucht, haben die Wurzeln Probleme.

Lösung: Lass die obersten Zentimeter der Erde vollständig trocknen, bevor du erneut gießt, und lass niemals Wasser im Untersetzer stehen.

2. Die Erde bleibt eine Woche oder länger feucht

Gesunde Wurzeln in einem passend großen Topf verbrauchen das Wasser normalerweise innerhalb von etwa einer Woche. Ist die Erde am siebten Tag noch immer feucht, ist der Topf zu groß, das Substrat zu dicht oder der Standort für die gegebene Wassermenge zu dunkel.

Lösung: Stell die Pflanze an einen helleren Standort und verwende beim nächsten Umtopfen ein luftigeres Substrat sowie einen etwas kleineren, passenderen Topf.

3. Hängende Blätter, die sich nach dem Gießen nicht erholen

Eine Pflanze mit Wassermangel lässt die Blätter hängen und erholt sich meist innerhalb weniger Stunden nach dem Gießen. Eine überwässerte Pflanze hingegen lässt die Blätter gerade wegen des vielen Wassers hängen, da ihre faulenden Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen und weiterleiten können, ganz gleich, wie viel du nachgießt.

Wenn das Gießen den Zustand verschlechtert, hör auf zu gießen und befolge den Rettungsplan weiter unten.

4. Trauermücken

Diese kleinen schwarzen Fliegen vermehren sich in der obersten Schicht dauerhaft feuchter Erde. Sie sind meist eher lästig als schädlich, funktionieren aber wie ein Feuchtigkeitsmesser: Trauermücken sind ein Zeichen dafür, dass die Erdoberfläche nie richtig trocknet.

Lösung: Lass die obersten 2 bis 3 cm der Erde zwischen den Wassergaben trocknen. Dadurch geht die Population von selbst deutlich zurück.

5. Muffiger Geruch oder weiche Stängel

Gesunde Erde riecht angenehm erdig. Fäulnis riecht säuerlich und modrig. Braune, weiche Stängel direkt an der Erdoberfläche bedeuten, dass sich die Fäulnis bereits auf die oberirdischen Pflanzenteile ausgebreitet hat.

Lösung: Handle sofort und nicht erst am nächsten Wochenende.

So rettest du eine überwässerte Pflanze

Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und sieh dir die Wurzeln an. Gesunde Wurzeln sind fest und hell. Verfaulte Wurzeln sind braun und schleimig und lassen sich leicht zwischen den Fingern auseinanderziehen.

Schneide alle verfaulten Wurzeln mit einer sauberen Schere ab und lass den Wurzelballen etwa eine Stunde an der Luft trocknen. Topfe die Pflanze anschließend in frisches, luftiges Substrat und einen Topf mit Abflussloch um. Verwende einen Topf in derselben Größe oder einen etwas kleineren.

Gieße die Pflanze einmal leicht an und warte danach, bis die oberste Erdschicht wieder trocken ist. Die meisten Pflanzen, bei denen das Problem in den Stadien 1 bis 4 erkannt wird, erholen sich innerhalb eines Monats.

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